Gestern besuchte ich mit ArbeitskollegInnen die Ausstellung "Noch mal leben". Menschen, auch sehr junge und Kinder wurden vor ihrem Tod fotografiert und nachdem sie verstarben. Diese Ruhe, dieser Friede spiegelt sich in allen Gesichtern wieder (bis auf eine Frau, über 80, die nicht sterben wollte). Sie/Er entschlief in Frieden .... In Frieden entschlafen.....
Die Menschen haben weniger Falten, ihre Gesichter wirken schöner, jünger und glücklicher. In der Ausstellung war es trotz zahlreicher BesucherInnen totenstill.
Eine sehr sehenswerte Ausstellung, die berührt aber nicht beänstigt. Wie schnell das eigene Leben ausgelöscht werden kann, wird beim Betrachten der Bilder, bewusst. Das der nächste Tod einer geliebten Person vor der Tür stehen kann, machte mich nachdenklich. Unsere Zeit auf Erden ist kurz, viel zu kurz um das Leben richtig zu spüren. Wir haben/besitzen nichts, außer unser Leben.
BEATE LAKOTTA, WALTER SCHELS
Noch mal leben vor dem Tod
Wenn Menschen sterben
Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Kaum etwas geschieht heute so verborgen wie das Sterben.
Die Journalistin Beate Lakotta und der Fotograf Walter Schels baten Schwerstkranke, sie in den letzten Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Schilderungen und Fotos von Menschen am Ende ihres Lebens. Die meisten verbrachten ihre letzte Zeit im Hospiz, einem Lebensort für Sterbende, an dem Hoffnungen und Ängste gleich wiegen: Wer hier einzieht, wird die Zeit bis zum Tod so bewußt und schmerzfrei wie möglich erleben können. Doch es bleibt ihm nur eine kurze Spanne, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und den anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach.
Fünfundzwanzig Geschichten von Menschen, die unheilbar krank sind, die davon erzählen wie es ist, dem Tod sehr nahe zu sein und Abschied vom Leben nehmen zu müssen. Eindrucksvolle Porträts, aufgenommen kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod, begleiten sie.
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